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WDR Lehrstellenaktion
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich in diesem Jahr trotz der schwierigen konjunkturellen Situation entspannt. Grund dafür sei vor allem der erhebliche Bewerberrückgang, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. In Nordrhein-Westfalen ist die Lage am Ausbildungsmarkt etwas schlechter als im bundesweiten Durchschnitt.
Zwar macht sich auch in Nordrhein-Westfalen der demografische Wandel bemerkbar. Doch fällt er hier deutlich geringer aus: Während die Zahl der Bewerber in Deutschland um 14 Prozent zurückgegeangen ist, sind es in Nordrhein-Westfalen nur sieben Prozent. Das könnte auch einer der Gründe sein, warum es zwischen Rhein und Weser nach wie vor mehr unversorgte Bewerber als unbesetzte Stellen gibt. Trotzdem ist auch in NRW die Lehrstellenlücke kleiner geworden: 2.940 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sind rund 30 Prozent weniger als im Jahr 2008. Dem gegenüber gibt es es in NRW noch 2.260 unbesetzte Stellen.
Nordrhein-Westfalen schlechter als Bundesdurchschnitt
Weniger Schulabgänger, entspannte Lage in einigen Regionen von NRWAuffällig ist vor allem der regionale Unterschied bei den Ausbildungsangeboten. Während sich in Ostwestfalen Lippe im Durchschnitt sechs bis sieben, in Duisburg sogar rund acht Jugendliche um einen Ausbildungsplatz bewerben, ist die Lage im südlichen Rheinland genau umgekehrt: Auf sieben unbesetzte Lehrstellen kommt in Köln zum Beispiel nur ein Bewerber.
Lehrstellenbilanz fällt positiv aus.
Demographischer Wandel rettet AusbildungsmarktDeshalb forderte Christiane Schönefeld von der Regionaldirektion der Arbeitsagentur Schulabgänger auch zu höherer Flexibilität auf: "Wir unterstützen Jugendliche auch finanziell, wenn sie sich entscheiden, für die Ausbildung umzuziehen," sagte Schönefeld in Düsseldorf. Interessierte sollen sich an ihre örtliche Arbeitsagentur wenden. Freie Ausbildungsplätze gibt es noch in vielen Branchen, zum Beispiel im Lebensmittelhandwerk, im Einzelhandel, aber auch bei Banken und in den medizinischen und pflegerischen Berufen.
Kritik an der Beurteilung der Ausbildungsmarktzahlen kam vom Deutschen Gewerkschaftsbund aus NRW (DGB NRW). Man dürfe die aktuellen Zahlen nicht in zu positivem Licht sehen: "Nur weil sich die Situation am Ausbildungsmarkt im Vergleich zum Vorjahr nicht akut verschlechtert hat, bedeutet das noch lange nicht, dass sie gut ist", warnte Guntram Schneider, Vorsitzender des DGB NRW.
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