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Mittwoch, 10.03.2010

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WDR Lehrstellenaktion

Lehrstellenaktion 2009

Schavan will Schulabschluss für alle

Jeder Jugendliche in Deutschland soll künftig mit einem Abschluss die Schule verlassen. Das forderte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Dienstag (03.11.09) bei ihrem Besuch im Bonner Bundesinstitut für Berufsbildung. "Das können wir in dieser Legislaturperiode schaffen und dafür brauchen wir einen neuen Qualifizierungspakt für die Bildung", so die Ministerin weiter.

Milliarden in die Prävention

Bundesbildungsministerin Annette Schavan; Rechte: dpa

Derzeit würden vier bis sechs Milliarden Euro für Qualifizierungs-maßnahmen ausgegeben, um Jugendliche ohne Schulabschluss in eine Ausbildung zu bringen, sagte Schavan. Dieses Geld, das vor allem aus dem Haushalt der Bundesagentur für Arbeit stammt, werde derzeit für Reparaturen ausgegeben. Besser sei es, diese Mittel präventiv einzusetzen.

Durch Maßnahmen wie frühe individuelle Förderung, sozialpädagogische Betreuung oder Hilfe bei der Berufsorientierung soll den Jugendlichen geholfen werden. "Heute verlassen jedes Jahr 60.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Diese Zahl wollen wir auf Null senken", kündigte Ministerin Schavan an.

Zum Anhören

  • Audio: Annette Schavan fordert Qualifizierungspakt für die Bildung
    Ein Beitrag von Annette Morczinek im WDR 5 Mittagsecho (03.11.09)

    Audio abspielen

Neuer Ausbildungspakt muss her

Notwendig sei auch eine Neuordnung des Übergangssystems von der Schule in den Beruf, betonte Schavan. Hier müsse eine bessere Begleitung von Jugendlichen und ausbildenden Betrieben stattfinden. Dazu müssten Bund, Länder, Kommunen, die Gewerkschaften und die Wirtschaft zusammenarbeiten.

Duale Ausbildung in Deutschland hat Vorbildcharakter

Auszubildende mit einem Ausbilder; Rechte: dpa

Als weiteres Ziel für die neue Legislaturperiode nannte Schavan die bessere Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. Dazu solle ein transparentes Verfahren eingeführt werden, denn derzeit leben nach Schätzungen mehrere hunderttausend Akademiker mit Migrationshintergrund in Deutschland, die ihren Abschluss nicht anerkannt bekommen.

Außerdem soll das deutsche Berufsbildungssystem offensiver bei den europäischen Nachbarn vorgestellt werden, die Interesse an dem dualen Ausbildungssystem mit seiner praktischen Ausbildung in Betrieben und der theoretischen in Berufsschulen bekundet haben. Die Berufsbildung könnte zum Exportschlager werden, Nachfragen aus Skandinavien bestätigen das. Annette Schavan: "Berufliche Bildung ist das Flagschiff der Bildung in Deutschland."

NRW investiert 8,5 Millionen Euro

Christiane Schönefeld, Chefin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit; Rechte: dpa

In NRW werden Berufsorientierungsmaßnahmen schon länger unterstützt. Christiane Schönefeld, Chefin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, betonte am Mittwoch (04.11.09) in Düsseldorf, dass Berufsorientierung eine Investition in die Zukunft der Jugendlichen sei. Die Arbeitsagentur und das NRW-Schulministerium teilten mit, dass im Jahr 2010 8,5 Millionen Euro in die Berufsorientierungs-Aktion "Zukunft fördern" investiert werden. Schulen können sich ab sofort Mal für Module wie z.B. Berufsorientierungscamps oder theaterpädagogisches Berufswahltraining bewerben.

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Ein Beitrag in WDR 5 - Stand: 04.11.09

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